Hintergrundinformationen zu VOICES IN THE DARK

Mike Batt war schon immer ein Musiker der auch visuelle Visionen suchte. Für seine Musik entwickelte er schon sehr früh jenseits von einfachen Musikvideos teilweise komplexe Szenarien. Exemplarisch ist hier zum .Beispiel das Projekt Zero Zero von 1982 zu nennen. Hierfür zeichnete er Skizzen der Kostüme, der Sets und für die Animationen.
Selbstverständlich komponierte und produzierte er auch die Musik. Mike entwarf Light Shows, Bühnendesigns und Projektionsgrafiken.
Seit er schließlich 2005 zum ersten Mal das neue Hamburger Planetarium betrat und sich dessen technische Möglichkeiten zeigen lies, war er fasziniert von der Idee, eine Show für den Planetariums Himmel zu entwickeln.
Schon auf dem Rückflug von Hamburg nach London zeichnete er erste Skizzen in sein Notizbuch. Doch seine zahlreichen anderen Projekte brachten es mit sich, dass er dieses Thema erst über ein Jahr später wieder aufgriff. Abgekommen von der ursprünglichen Idee für dieses Projekt ein neues Werk für mehrere Orchester zu schreiben, reifte die Idee aus dem großen Fundus des vorhanden Werks von Mike Batt eine neue, dramaturgisch spannende Auswahl von Werken zusammenzustellen, die als Inspirationsquelle für vollkommen neue Bildwelten im Rahmen des Planetariums dienen sollten. Dabei wurden verschiedenste Werke aus den unterschiedlichsten Schaffensperioden von Mike ausgewählt. Auffällig ist, dass es darunter auch zahlreiche orchestrale Werke von Mike gibt, die unter seiner Leitung mit dem London Symphonic Orchestra und anderen namhaften Orchestern entstanden.

In diversen Gesprächen, E Mails und Meetings erzählte und entwickelte er mit Terry Rudat und Sven Meyer (Dramatico Deutschland) verschiedenste Ideen für die Show, die Mike nach einem von ihm geschriebenen Song VOICES IN THE DARK benannte.
Mike’s Wunsch war es „etwas wirklich Neues zu schaffen und visuelle Grenzen zu übertreten“. Nach der gemeinsamen Auswahl der Musik erklärte Mike Terry Rudat seine Ideen zu den Werken, Hintergründe zu den Songs und visuelle Assoziationen. Im Dialog mit Terry, der bereits Erfahrungen mit Produktionen für die Planetariumskuppel und damit für 360° Video hatte, entstanden erste 3D Skizzen und Ansätze für die Visualisierung der Songs. Nach Abstimmung mit Mike bildeten diese dann die Basis für die weitere Entwicklung der Show.

Beide kamen überein, die Räumlichkeit der Kuppelprojektionsfläche und die Musik zu einem Gesamtwerk zu verschmelzen und dabei verschiedenste Technologien und Kunstformen zu verbinden.
So kommt es bei VOICES IN THE DARK zu spektakulären Kombinationen von Tänzern und 3D Animationen, von Superzeitlupen Aufnahmen mit bis zu 1.000 Bildern in der Sekunde und aufwändigsten Bildkonstruktionen für die Hochleistungsrechner bis zu 45 Minuten an einem Frame rechnen. Dabei besteht eine Sekunde „Film“ hier aus 30 Frames. Für dieses Projekt kommt eine spannende Mixtur aus Künstlern und Maschinen zusammen.

Arbeitsmaterial wie zahlreiche Rechner mit insgesamt 150 Prozessor Kernen der neuesten Generation (Software z.B.: After Effects; 3DS Max; Cinema 4D) und Full HD Kameras. Aber vor allem eine einmalige Kombination von Mitwirkenden. Exemplarisch und stellvertretend seihen hier - neben Mike Batt - nur einige genannt:

Svenya Höhle: Balletttänzerin, studierte an der Hochschule für Musik in Köln Ballett und tanzte unter anderem am Theater in Dessau und an der Oper in Köln. Sie arbeite mit namhaften Choreografen wie z.B. Robert Pool, Robert Cohan, Mark Baldwin und Philippe Talard.

Jakub Moravek, Künstler: Installation, Video, Foto. Jakub wurde 1971 in Tschechien geboren, studierte an der Akademie der Künste in München und wurde für seine Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Seine Arbeiten waren neben zahlreichen Galerieausstellungen unter anderem in der Pinakothek der Moderne in München, Centrum für Gegenwartskunst Linz und im Haus der Kunst in München zu sehen.

Terry Rudat, ein Multitalent. Gründete u.a. in den späten 70er Jahren die Underground Avantgarde Band Sticken In und betrieb ein Tonstudio. In den frühen 90er Jahren widmete er sich der Entwicklung von Multimediaapplikationen und zeichnete unter anderem als Autor, Director und Produzent des Computerspiels SHINE verantwortlich. In der Folge arbeitete er an und für zahlreiche Medienproduktionen. U.a. produzierte er Musikvideos für Künstler wie Thomas D (Die fantastischen Vier), Werbespots für die Computerspiele Industrie (Sony) und Animationen für TV Produktionen. Im Jahre 2002 produzierte er u.a. die Planetariums - Show „Madou und das Licht der Fantasie“ mit und für NENA. Die Show zog in den letzten Jahren über 60.000 Besucher an.

Armin Ketter: 3D Animation, mehrfach mit dem 3D Design Award Animago ausgezeichnet.

Remigiusz Pawlowski, Zeichner und Filmemacher aus Polen. Schloss sein Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Göttingen ab. Lebt und arbeitet in Berlin.
(u.v.a.m.)

 

Joker